An sich ist eine Fernbeziehung nur so von Extremen durchzogen.
In der Woche: Vermissen
In 3 Stunden kommt sein Zug: Euphorie
Das Wochenende:
In 10 Minuten fährt der Zug: Heulattacken
Man hat kaum noch das Gefühl sich "normal" zu fühlen. Natürlich denkt man in der Woche noch an etwas anderes, aber wenn man plötzlich Pärchen auf der Straße sieht oder einem erzäht jemand "Ja, und heute Abend haben mein Freund und ich dies und das vor", dann schweifen die Gedanken sofort zum Vermissen ab.
Und wenn man auf die Uhr guckt und feststellt, dass der Zug in einer Stunde fährt, dann kommt Hektik auf. Man wollte ja noch so viel bereden, so viel fragen, so viel machen. Die Zeit hat doch jemand beschleunigt, es kann doch nicht sein, dass schon Sonntag Abend ist.
Wir sollten definitiv ein längeres Wochenende einführen. Freitagabend bis Sonntagabend ist schlichtweg zu kurz. Das Wechselspiel der Gefühle geschieht zu schnell. Kaum ist man auf die Wolke 7 geklettert, schon muss man wieder runter.
Aber man ist nicht allein, zu soetwas gehören immer zwei ;o)
Und wenn man sich an einem Sonntagabend auf einem Bahnsteig umschaut, sieht man, dass man auch zu zweit nicht allein ist, es gibt noch mehr von der Sorte.
PS: Der Titel ist verlinkt, denn es ist einfach erstaunlich, wie nüchtern man über so ein gefühlsgeladenes Thema schreiben kann

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